Neue Lichtverordnung

Ein Spagat zwischen Ambiance und Energieeffizienz

Mit der Beleuchtungsfachfrau Irene Gökyazan sprach Simone Quast
Mit Blick auf ihre geliebten Designerlampen deckten sich in diesen Sommer Hunderte von Menschen mit einem soliden Vorrat an klassischen Glühlampen ein. Der Verkauf von herkömmlichen 100-Watt-Lampen ist nämlich seit dem 1. September 2009 untersagt.

Doch was bedeutet das eigentlich für den ästhetisch gesinnten Konsumenten?

Frau Gökyazan, bedeutet die neue Verordnung, dass jetzt bei der Ambiance gespart wird?
Glücklicherweise hat die technische Entwicklung grosse Fortschritte gemacht. Gute Stromsparlampen erzeugen heute ebenfalls schönes Licht – und das mit bis zu 80% weniger Stromverbrauch. Zum Beispiel gibt es vom deutschen Hersteller OSRAM Energiesparlampen mit «Warm Comfort Light» in der besonders dekorativen Tropfenform, die auch in offenen Leuchten ästhetisch einsetzbar ist. Überall dort, wo das Licht gedimmt werden soll, kommt zum Beispiel HALOGEN ECO Classic A von OSRAM zum Einsatz. Diese Halogenleuchte in Glühlampenform bringt es auf eine Sparleistung von immerhin 30% bis 50%.

Ganz konkret: Wie steige ich richtig auf sparsame Leuchtmittel um?
Die neuen Energiesparlampen der führenden Anbieter sind in allen gängigen Leistungsstufen, Lichtfarben, Gewindegrössen und in attraktiven Formen erhältlich. Als Faustregel würde ich empfehlen: Teilen Sie die Leistung Ihrer herkömmlichen Glühlampe durch 5 oder 6. Das heisst: Eine 100-Watt-Glühlampe lässt sich durch eine 20-Watt-Energiesparlampe ersetzen, eine herkömmliche 40-Watt-Kerze können Sie gegen eine 7-Watt-Kerze eintauschen.

Stichwort Lichtfarbe: Wie findet man bei Sparlampen den richtigen Ton?
Die Lichtfarbe lässt sich durch die Farbtemperatur beschreiben; diese wird in Kelvin gemessen. Grundsätzlich gilt: Je tiefer die Kelvinzahl, desto wärmer das Licht. Warmweiss hat bis zu 3000K, Kaltweiss liegt zwischen 3300K und 5000K und von Daylight sprechen wir im Bereich ab 5000K. Die Angaben auf den Verkaufsverpackungen sind von Hersteller zu Hersteller allerdings unterschiedlich.
Gehen Sie deshalb lieber vom Einsatzort und den Sehaufgaben aus: Dort, wo künstliches Licht eine möglichst korrekte Farbwahrnehmung gewährleisten soll, ist ein Sparlampe mit der Bezeichnung «Daylight» optimal. Für Anwendungen im Haushalt empfehlen wir die Lichtfarbe Warmweiss oder Warm Comfort Light.

Auch bei der Beleuchtung des Aussenraums sind Sparlampen ein grosses Thema. Was würden Sie empfehlen?
Absolut wegweisend sind hier die LED-Leuchten, die brillantes Licht in attraktiven Farben mit einer sehr hohen Lebensdauer und höchster Energieeffizienz verbinden. Zahlreiche Aussenleuchten im Sortiment der Firalux Design AG sind bereits mit LED-Technologie ausgerüstet. Viele andere lassen sich problemlos mit energieeffizienten Leuchtmitteln bestücken. Von der Bodeneinbauleuchte über die Pollerleuchte bis hin zur Effektbeleuchtung decken unsere LED-Produkte praktisch jedes Kundenbedürfnis ab.

Das waren die guten News. Gibt es auch schlechte?
Eine so radikale Produktumstellung mit vielen neuen Bezeichnungen ist für den Kunden nie ganz angenehm. Tatsache ist aber: Mit dem konsequenten Einsatz von Sparlampen kann ein durchschnittlicher Haushalt bis zu 80% des Stromverbrauchs für Beleuchtung einsparen. Das sind etwa 500 kWh oder rund 100 Franken pro Jahr. Bei diesem Marktpotenzial in der Schweiz und im EU-Raum wird die vielversprechende LED-Leuchtdiodentechnologie in nicht allzu ferner Zukunft auch in unsere Wohnräume Einzug halten.



Die energieeffizienten Leuchten der Firalux Design AG
sind über den Elektrofachhandel erhältlich.

FIRALUX DESIGN AG, Ringstrasse 13, 4123 Allschwil 1,
Tel. +41 (0)61 485 13 13, www.firalux.ch