| Elbas Garten Eden |
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Von April bis Juni blüht ganz Elba: Ginster, Rosmarin, Zistrose, Mimose, Baumheide, Oleander und Eukalyptusbäume bilden zusammen mit Eichen-, Kastanien- und Pinienwäldern eine bunte Kulisse, deren herb-würziger Duft eine echte Besonderheit ist. Doch nicht immer sah es auf Elba aus wie heute. Wo das Auge nun über kniehohes Buschwerk streift, standen in der Antike hohe Eichenwälder. Ihr Holz wurde bereits von den Etruskern und ganz speziell von den Römern für den Schiffbau verwendet oder bei der Erzgewinnung zur Beheizung der Eisenschmelzöfen genutzt. Die natürliche Schönheit der Macchie Auf den abgeholzten Hängen entstand über viele Jahrhunderte die mediterrane Macchie. Sie ist ein einzigartiger immergrüner Teppich aus dichtem Buschwerk, das bis zu drei Meter hoch werden kann. Hier wachsen Zistrosen, Wolfsmilchgewächse, Dornensträucher, kräftig gelb blühender Ginster, Baumheide und Lorbeer. In der niedrigen Macchie, die man auch Gariga oder Garrigue nennt, blühen viele aromatische Pflanzen wie Minze, Myrte, Origano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Pinien und Zypressen prägen diese herrliche mediterrane Landschaft im Süden. Die immergrünen Kork- und Steineichen sind vor allem im Westen der Insel zuhause und die erstaunlichen Esskastanienwälder erstrecken sich über den feuchteren, windgeschützten Norden von Elba. Wilde Exoten Von den unzähligen exotischen Gewächsen, die Pflanzensammler vor über 100 Jahren auf die Insel brachten, sind ebenso viele über den Gartenzaun gehüpft und breiten sich nun im Freiland aus. Ganze Steilhänge leuchten silbergrau vor lauter Agaven. Der Feigenkaktus – auch er aus Südamerika – hat hier eine Wahlheimat gefunden und gedeiht in majestätischen Skulpturen. Schlanke Eukalyptusbäume überstrahlen mit ihrem eleganten Graugrün fast die Olivenbäume. Ein Volk von Topfgärtnern Und es scheint, als sei die Sammelleidenschaft der Elbaner ungebrochen. Vor fast jeder Tür stehen ganze Kollektionen von wärmeliebenden Topfpflanzen, die dank des milden Klimas natürlich draussen überwintern. Da kann unsereins direkt neidisch werden bei all diesen Zitrusbäumen, Wandelröschen, Bleiwurzen und Dickblattgewächsen! Weltliche Genüsse Endgültig wie im Garten Eden fühlt man sich auf Elba beim Duft der Feigen, die zweimal im Jahr Früchte tragen, bei Granatäpfeln und Kaki, die zu Weihnachten reif sind und Mandelbäumen, die im Januar blühen. Und natürlich bei den Weinreben, die ganze Landstriche überziehen. Die wichtigsten Weinsorten auf Elba sind der «Procanico» oder auch «Elba Bianco», ein trockener Weisswein zu Vorspeisen und Fisch. Ferner der «Elba Rosso», ein trockener Rotwein zu Fleischgerichten. Und schliesslich der dunkelrote Aleatico und der bernsteinfarbene Ansonica, beides kräftige Likörweine, die zum Dessert serviert werden. |
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Zwischen Sammelleidenschaft, wilden Exoten und mediterraner Macchie