Editorial des Journal 10

Venezia und Gärten

Wer je durch die engen Calle und über die unzähigen Brücken von Venedig flaniert ist, kann sich kaum vorstellen, dass es auf den 120 Inseln der Stadt über 500 Gärten gibt. Dies ist um so erstaunlicher, als all diese Gärten unter speziellen Bedingungen gedeihen: Das salzige Hochwasser bedroht die Anpflanzungen immer wieder. Dennoch haben sich die Venezianer über viele Jahrhunderte hinweg eine Gartenkulter aufgebaut, die sicherlich von den unzähligen Reisen in ferne Länder profitierte, aus denen die Handelsflotte erste exotische Pflanzen heimbrachte.

 

Treviso und Palladio

Die Region zwischen Padua, Treviso und Verona hat in den erfolgreichen Jahrhunderten der „Serenissima“ einen gewaltigen ökonomischen Aufschwung erlebt. Die venezianische Oberschicht betrachtete das Festland als ihren «Orto», ihren Nahrungsmittelgarten. Und liess sich von grossen Baumeistern wie Andrea Palladio klassische Landhäuser errichten, die unsere Architektur bis heute prägen. Wir trafen zwei Persönlichkeiten, die aus den Gründerfamilien der Lagunenstadt stammen. Sie erzählten uns, wie sie sich mit vereinten Kräften um den erhalt Ihres historischen Erbes bemühen.

Essen im Veneto

Die Küche des Veneto ist so eigenständig, dass sie sich komplett von anderen italienischen Regionen unterscheidet. Besondere Freude hat uns bei unserer Suche nach der echten „Cucina veneta“ eine 7-köpfige Gruppe von jungen Köchen gemacht. Bei ihnen zu essen lässt einen das Veneto so erleben, als würde man sich bei der Nonna an den Tisch setzen. Und weil es so viel Spass gemacht hat, haben wir auch gleich unsere Rezepte aus dem Veneto mitgebracht.

Simone Quast & Gianni Bombèn